I like Mondays

Montag Morgens im Radio auf Twitter, Facebook, Instagram oder wo man sonst so nach dem Rechten schaut:
Überall wird bedauert, dass das Wochenende vorbei und LEIDER die neue Arbeitswoche angebrochen ist. I don´t like Mondays! Das geht auch anders.

I Don’t Like Mondays

Gesenkter Blick, müde Augen. Tendenziell knorrig begegnen einem die Kollegen am Montagmorgen in der Teeküche, hm, Kaffeeküche. Vor dem ersten Kaffee und dem obligatorischen Plausch über das grandiose Wochenende läuft in deutschen Büros gar nichts. Gegenseitiges Bedauern und schlechte Laune, dass man schon wieder in eine neue Woche starten muss. Laut einer Studie „Arbeitsmotivation 2016“ der ManpowerGroup Deutschland starten sogar 85 % der Arbeitnehmer in Deutschland mit schlechter Stimmung in den Montag.

Kennt ihr das? Ihr wacht am Montag supergelaunt auf und freut Euch tierisch auf die Arbeit? Nein? Ich auch nicht.
Quelle: Pinterest

Warum eigentlich nicht?? Der ärmste Autor! Die vielen armen Arbeitnehmer, die schon Sonntag Nachmittag mit Grauen an den nächsten Tag denken! Die Unglückseligen, die sich Montags morgens schlecht gelaunt auf den Weg zu ihrer Arbeit machen. Ihr habt mein Mitgefühl. Am liebsten möchte ich Euch allen zurufen:

Verharre nicht in dieser Unzufriedenheit! Kündige Deinen Job! Mache das, was Dir Spaß macht!

Arbeit statt Spaß

Ist das wirklich ein Gegensatz?
Darf man sich nicht auf die Arbeit freuen? Schließen sich Arbeit und Freude aus? Darf man seinen Job nicht gerne machen? Und muss einem das Unternehmen, in das man am Montag geht, zuwider sein? „Das eine hat mit dem anderen gar nichts zu tun!“ werfen die Kritiker sogleich ein.
Ich denke doch.

Mir macht meine Arbeit Spaß. Natürlich nicht immer und jeden Tag. Aber meist. Ich freue mich tatsächlich auf meine Aufgaben, auf die Kollegen, auf das nette Mittagessen miteinander. Ich freue mich auf den viel leckereren Kaffee im Büro, die vielen lustigen Stunden mit den Schreibtischnachbarn, die Ideen und Anekdötchen meiner Kollegen.

Damit gehöre ich zu den verbleibenden 15%, die motiviert und gut gelaunt in die Woche starten. „Jeder Mensch braucht ab und an kleine Motivationsschübe, um nach einem entspannten Wochenende wieder in den Arbeitsrhythmus reinzukommen – jedoch fällt das den Menschen einfacher, die die Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit sehen und sich mit dem Unternehmen und der Tätigkeit identifizieren können“, wird Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland von job&career zitiert.

Es wäre mir ein Graus, jeden Montag, Dienstag, Mittwoch damit zu verbringen, mich über die noch so lange Woche zu grämen und mich ab Donnerstag schon auf das Wochenende zu freuen. Wie viel vergebene Lebenszeit! Wie viel Lust-Verlust!

Mein Ziel für diese Woche? Freitag
Quelle: Pinterest

Nach vorne schauen, ohne den Freitag zu seh(n)en

Viele Arbeitnehmer „durchleiden“ die Woche, bis endlich der Freitag – und damit das Wochenende – naht.

Hoch die Hände! Wochenende
Quelle: Pinterest

Das ist nicht das, was wir Wirtschaftspsychologen als Arbeitszufriedenheit verstehen! Sie entsteht zwar bei jedem ein wenig anders, je nach Werten und Bedürfnissen. Ausführlich gehe ich darauf in meinem Blogbeitrag „Voll motiviert“ ein.
Ganz grundsätzlich kann man aber sagen, dass Arbeitnehmer Zufriedenheit am Arbeitsplatz vor allem durch ein stimmiges Arbeitsumfeld und erlebte Sinnhaftigkeit erzeugt werden kann.

Für viele dieser Faktoren ist der Arbeitgeber zuständig. Doch auch der Mitarbeiter selbst muss die Angebote annehmen, die sich im oder außerhalb des Unternehmens bieten, sich weiter zu entwickeln, neue Aufgaben zu erfüllen, den eigenen Handlungsspielraum zu erweitern. Lebenslanges lernen nennen wir das. Nicht aufhören, weiter zu denken. Das kann nur der Mitarbeiter selbst tun.

Fakt ist: Am Wochenende ist alles viel schöööööner

Das Wochenende genießen. Und den Montag auch

Am Wochenende ist alles viel schööööner.
Kann sein, dass das für viele stimmt. Für die 15%, die Montags gerne zur Arbeit gehen, ist das Wochenende meist einfach anders. Manche nehmen sich Zeit für andere Dinge, als unter der Woche, andere nutzen die Tage zum Nichts-Tun. Sie genießen das Wochenende mit seinen Vorzügen, genauso aber eben auch die Woche. Hobbies, Freunde, Faulenzen wird nicht komplett auf Samstag/ Sonntag verlagert, sondern kommt auch unter der Woche zum Zug. Das entspannt.

We like Mondays

Wir machen uns heute einen schönen Tag
Quelle: Pixabay

Wahrscheinlich braucht es ein gesellschaftliches Umdenken, den Montagsfrust zu verändern. Vielleicht kann aber auch das Unternehmen seine Mitarbeiter ein wenig unterstützen.
Hier einige Ideen, was das Unternehmen tun kann, um den Montagsmuffeln den Einstieg in die Woche ein wenig zu erleichtern:

  • Grundsätzlich für gute Arbeitsbedingungen sorgen
  • Am Freitag einen motivierenden Übergang zu Montag schaffen (Projekte sauber abschließen und den Plan für Montag bereits erstellen o.ä.)
  • Motivierende Montagsrituale einführen: Alle fangen 30min später an, der Kaffee steht schon in der eigenen Tasse bereit, wenn man kommt, Montags gibt es besondere Tassen (s.Bild), der Chef begrüsst alle besonders freundlich (natürlich authentisch!), gemeinsame Morgengymnastik, gemeinsam Frühstücken,  Montagsbesprechungsrunde mit den Erfolgen der letzten Woche….
  • Sinnliche Freuden bieten: Smoothie, Brezeln oder einen Montagskuchen spendieren, Blumen, schöne Hintergrundmusik morgens….
  • die 5 Sprachen der Wertschätzung besonders nutzen
  • ….

Hast Du noch weitere Ideen oder Anregungen, dann kommentiere gerne hier oder schreib mir unter susanne.hencke@hrkreativ.com

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