Who let the dog out – Ein Plädoyer für Bürohunde

Immer mehr Unternehmen erlauben ihren Mitarbeitern, den Hund mit zur Arbeit zu bringen. Damit leisten sie nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Beruf und Freizeit bzw. zur Work-Life-Balance ihrer Mitarbeiter und damit zum betrieblichen Gesundheitsmanagement. Darüber hinaus helfen sie sich selbst, Mitarbeiter zu halten. Denn die Zufriedenheit der Mitarbeiter wird zu einem immer wichtigeren Gut für die Unternehmen. Dafür nehmen sie einiges auf sich.

Zum Haustier des Jahres 2017 hat die Bremer Stiftung Bündnis Mensch und Tier den Hund ernannt. Das könnte man für überflüssig halten. Schließlich gibt es kein unoriginelleres Haustier als gerade Hunde.

TAZ vom 15.4.2017

Der Grund für die Benennung dürfte aber weniger darin liegen, den Hund als Haustier zu stärken. Vielmehr gibt es einen neuen Trend, der damit offensichtlich unterstützt werden soll: Immer mehr Unternehmen bekennen sich zum Bürohund.

Sie überwinden dafür jahrzehntealte Vorbehalte, Haustiere hätten nichts am Arbeitsplatz verloren. Die Angst, ein Hund könne Kunden oder Mitarbeiter abschrecken, es sei hygienisch unverantwortlich oder logistisch zu schwierig, hielt Unternehmen lange davon ab, Bürohunde zuzulassen.

Und natürlich gibt es Mitarbeiter, die Angst vor Hunden haben. Es gibt (immer mehr) Allergiker und manch einer der Kollegen mag einfach keine Hunde. Gleichwohl geben in einer aktuellen Xing-Studie mehr als ein Drittel der Arbeitnehmer an, dass die Zulassung eines Hundes am Arbeitsplatz den Arbeitgeber attraktiver macht.

Insgesamt überwiegen wahrscheinlich die Vorteile, so dass der Hund in vielen Unternehmen inzwischen zur Belegschaft zählt.

Ein Hund mit vielen Vorteilen

Inzwischen ist klar: Bürohunde heben die Stimmung und verhindern Burnouts.

Bereits 2012 hat eine Studie an der „Virginia Commonwealth University“  wissenschaftlich bewiesen, dass Hunde im Büro das Stresslevel deutlich senken:

„Die Personen, die ihren Hund mit zur Arbeit brachten, deren Stress war geringer am Anfang des Tages und blieb so den gesamten Tag“. “ 50% der Personen, die ihren Hund mit in das Büro brachten, fühlten, dass dadurch ihre Produktivität anstieg.“ Quelle: CBS This Morning

Laut Berufsverband Büdohund e.V. wirken sich Bürohunde auf verschiedene Art und Weise positiv auf Mitarbeiter, KMU und Hund aus:

  • Bürohunde wirken sich auf das allgemeine Wohlbefinden der Mitarbeiter aus
  • Sie steigern die psychische und physische Gesundheit der Mitarbeiter und lieferen damit „einen Schutz vor der Volkskrankheit Burnout“
  • Dadurch helfen Bürohunde Kosten für Krankstände zu reduzieren
  • Hunde im Büro verbessern das Engagement und die Motivation
  • und steigern die Kreativität
  • Hunde im Büro bleiben in der Umgebung ihrer Halter und leiden deutlich weniger unter Angst als zu Hause zurückgelassene Hunde
  • Bürohunde weisen eine bessere Sozialkompetenz auf und lernen kooperatives Verhalten
  • Hunde liefern dem Unternehmen einen strategischen Vorteil im „War for Talents“
Bürohunde haben Vorteile für KMU
Quelle: Bundesverband Bürohund e.V.


Alles easy – Vorbehalte gegen Bürohunde ausräumen

Angst, Allergien, Abneigung – es gibt allerlei Gründe gegen einen Hund im Büro. Wer dennoch Hunde zulassen möchte, sollte in der Vorbereitung Bedenken ausräumen und Fragen beantworten.

Welche Einwände gegen einen Bürohund gibt es überhaupt und wie können sie beseitigt werden, welche rechtlichen, welche organisatorischen Vorbereitungen müssen getroffen werden?

 

Weiter zu meinem Beitrag: Voraussetzungen und Vorbereitungen für einen Bürohund

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